oder „wofuer es sich zu leben lohnt“
Philosophie ist in der Auseinandersetzung mit dem tagtäglichen Leben das beste Handwerkszeug, um die Widerspiegelung realer Vorgänge in geistige Vorstellungen und Modelle zu packen. Bis vor einigen Monaten war Deutschland nicht gesegnet mit einer im öffentlichen Rampenlicht stehender Welt erklärbar. Wohltuend ist nun wieder die Betonung von Grundwerten durch einen jungen, engagierten Mann. Die Rede ist von Richard David Precht. Die Liste der Bestseller von Herrn Precht wird von Monat zu Monat länger. Precht wird zur moralischen Instanz, wenn erforderlich.
“Wulff fehlt die notwendige Haltung.”
Da kann man ihm nur zustimmen. Der in Solingen geborene Philosoph und Politikwissenschaftler bzw. Soziologe beschäftigt sich in den letzten Jahren vor allem mit moralischen Wertvorstellungen. So auch mit der Frage: „Wo geht’s hier bitte zur Weisheit?“ Etwa zweieinhalb Millionen Exemplare hat Richard David Precht von seinen Büchern verkauft. Ein deutlicher Hinweis darauf, dass sich auch die Linke wieder mit Philosophie beschäftigen sollte.
Denn von allen Fragen, zum Beispiel zur Dialektik, und letzten Endes die Beschäftigung mit dem Thema und das Erkennen, der so genannte Erkenntnisprozess, sind absolut unumstößlich, wenn es um die Findung von Wahrheiten und neuen Wegen geht. Eine Debatte über eine zukünftige Gesellschaft ohne den Wissensstand der Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften zu beleuchten hat einen Namen: Eklektizismus!
Ihr Michael Reimann