Willkommenskultur versus Heimat,

Ankunft Flüchtlinge in Schönefeld

Warum müssen wir vom Slogan -Willkommenskultur- hin zur -Schaffung von Heimat- wechseln. In diesen Tagen kommen abertausende Menschen nach Europa und nicht zuletzt auch nach Deutschland. Ich mag den Begriff, ob in der Personalwirtschaft und vor allem im Zusammenhang mit Vertreibung nicht. Es ist die Reduzierung auf das Willkommen sein und das Begrüßen in unserem Land. Ich halte ihn in seiner Perspektive für zu kurz. Heimat zu verlieren ist schon ein sehr großer Einschnitt in die Lebensperspektive und hat auch objektive Gründe, da es einen existenzbedrohenden Grund geben muss, vertraute Heimat zu verlassen und sich einer neuen Heimat und damit einer neuen Lebensperspektive für die weitere Existenz der Familie zu sichern. Die wesentlichen Gründe sind neben Krankheit, Hunger – Krieg und Vertreibung, aus welchen Gründen auch immer, die Frage nach der Verantwortung muss mit den geopolitischen Interessen der Global Player beantwortet werden. Eine normale humane, gerechte Gesellschaft braucht eine objektive Sicht auf die historischen und in die in der Gegenwart vollziehenden Gegebenheiten. Das in unserer Heimat fixierte Recht auf Asyl ist eine Ergebniserfahrung der letzten Kriege und der damit einhergehenden Nachkriegsgesellschaften, auch in Deutschland. Aber -”Diese Appelle an Solidarität müssen verbunden werden mit einer klaren Orientierung, wie das gehen soll. Wie nehmen wir mehr Menschen bei uns auf? Wie geben wir mehr Menschen die Chance auf Integration? Wie organisieren wir Sprachkurse und kreieren Arbeit rund um die Idee, dass Flüchtlinge bei uns auch bleiben werden?”, sagte die Vorsitzende der Grünen im Europa Parlament Rebecca Harms der DW. Also wir haben einen Auftrag unserer Mütter und Väter die nach 1945 erhalten, die mit dem Grundgesetz, die die Voraussetzung schaffen wollten um eine neue Gesellschaft möglich zu machen. Und nun kommen junge und ältere Menschen, Jungen und Mädchen. Nicht als Gäste begrüßt zu werden sondern mit der Vision einer neuen Heimat. Heimat zu finden, für die bleiben dürfen, in der Gesellschaft ein menschenwürdiges Dasein für sich und seine Familie zu sichern ist der Kern des menschlichen Handelns. Heimat zu schaffen, bedeutet auch den Prozess der Integration zu beschreiben und beschreiten. Also nicht als zugewandert betrachtet zu werden, sondern Teil der Gesellschaft in einem neuen Europa, in Deutschland zu sein. Da dies kein selbst gestaltender Prozess ist, muss die vorhandene Gesellschaft mit allen ihren Instrumenten und Möglichkeiten Integration, für die beibenden, betreiben. Die Politik, der Sport, die kulturschaffenden, Universitäten und Schulen und alle anderen Mitglieder unserer Gesellschaft haben diese umfängliche Aufgaben zu erfüllen. Zu Ihrem und unserem Vorteil.
Ihr Michael Reimann

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