Der „ Kalte Krieg „ ist wieder eröffnet- Michael Chorodwski in Berlin!

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24 Jahre nach Öffnung der Mauer und dem Ende der willkürlichen Teilung Deutschlands unter Mitwirkung der Alliierten ist mit Duldung der neu gebildeten (nicht gewählten) Regierung der Bundesrepublik Deutschland der Kalte Krieg gegen Rußland eröffnet worden. Nicht mit singendem Spiel der Streitkräfte, sondern mit einer Heerschar sensationslüsterner Reporter und Journalisten am Checkpoint Charlie, dem historischen Symbol des Kalten Krieges im Ost-West-Konflikt mitten in Berlin. Wer hat sich bloß diese schauerliche Regie ausgedacht ? Da landet ein abgehalferter Außenminister und der senile Ehrenvorsitzende der FDP einen Coup, der offensichtlich der absterbenden liberalen Partei neuen Glanz vermitteln sollte. Doch der Schuß geht nach hinten los, weil der Hauptakteur Michael Chordowski, keinerlei Lust verspürt,  sich als Freiheitsheld und sog. Kreml-Gegner instrumentalisieren zu lassen. Wie soll das auch funktionieren bei einem Mann, der den Geschmack von Geld im Überfluß kennengelernt hat, seine Familie in dem „Billig-Land“ Schweiz leben lässt und seiner Mutter eine kostspielige medizinische Behandlung in Deutschland ermöglicht. Was ist das für ein Freiheitsheld, der im luxeriöstesten Hotel in Berlin absteigt und gut gelaunt der Welt erklären soll wie Rußland funktioniert. Immerhin hat er sich aber öffentlich von diesem Symbol eines Märtyrers distanziert und damit seine Proteges blamiert. Hinzu kommt der unangenehme Beigeschmack, daß ein nach dem Recht seines Landes verurteilter Steuersünder hierzulande hofiert wird, dieweil der alte und neue Finanzminister unseres Landes in den eigenen Reihen Steuersünder zur Jagd  freigibt, Makaber in diesem politischen Geisterspiel ist das Verhalten der Bundeskanzlerin, die offenichtlich nicht nur dieses Spiel duldet, sondern mitmacht. Ist die Abneigung gegenüber dem Präsidenten der Russischen Föderation so stark, daß sie alle diplomatischen Spielregeln beiseite lässt und sich vor den Karren ihres inzwischen gescheiterten Koalitionspartners aus alten Zeiten spannen lässt. Im gleichen Atemzug redet sie von „strategischer Partnerschaft“ mit Rußland. Meine Freunde und ich finden diese Inszenierung am Checkpoint Charlie widerlich und für die Reputation Deutschlands unangemessen. Diese Handlungsweise kommt einer Kriegserklärung an Putin gleich. Es wird Zeit, daß sich Verantwortliche in der Politik finden, die bereit sind, diesem Drama ein Ende zu machen und dieses Thema außenpolitisch real einzuordnen. Das wäre ein gut gewählter Einstand für unseren neuen Außenminister.

Dr. Siegfried Brückner

Königs Wusterhausen

 

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