1945 wurde das Ende Hitler Deutschland eingeleitet. In Berlin unterschrieb General-Feldmarschall Keitel die bedingungslose Kapitulation. Damit war das Ende des größten Vernichtungskrieges der Menschheitsgeschichte besiegelt. Seine grauenvolle Bilanz mit über 50 Millionen Menschen, die seit 1939-45 zu Tode kamen. Darunter allein 19 Million Zivilisten, 6 Millionen Menschen fielen dem Rassenwahn des Faschismus zum Opfer. Mit 20 Millionen Toten hatten die Völker der Sowjetunion den höchsten nicht wieder gut zu machenden menschlichen Verlust zu ertragen. Polen hatte mit 5,8 Million Toten einen fast nicht zu ertragenden Blutzoll zu zahlen. Das Schicksal von über 3 Millionen Menschen blieb ungewiss.
Die führenden Staaten des Anti-Hitler-Bündnisses so, die UdSSR, die USA, England und Frankreich, hatten sich vorbereitet die Machtverhältnisse neu zu organisieren. Die so genannten „Großen Drei. Roosevelt, Stalin und Churchill waren sich schon in Jalta über die Grundsätze ihres Handelns gegenüber Deutschland einig. „Es ist unser unbeugsamer Wille “ so sagten sie es auf der Krim. Die Anführer dieser Nationen hatten die Absicht den deutschen Militarismus und Nationalsozialismus zu zerstören und dafür sorge zu tragen, dass Deutschland nie wieder im Stande ist, den Weltfrieden zu stören – es ist nicht unsere Absicht, das deutsche Volk zu vernichten aber nur dann, wenn die Wurzeln des Nationalsozialismus und Militarismus ausgerottet sind, wird für die Deutschen Hoffnung auf ein wirkliches Leben und einen Platz in der Völkergemeinschaft bestehen.“
Auf der Potsdamer Konferenz am 17. Juli bis 2. August 1945 trafen sich die Siegermächte und unterzeichneten ein weitreichendes völkerrechtliches Abkommen. Damit wurde der Weg bereitet um die im April 45 in der UNO Charta verankerten Menschenrechte und Grundwerte des Zusammenlebens der Völker als rechtsverbindende Vereinbarung zu schließen. Unter dem Grundsatz: Deutschland als politische und wirtschaftliche Einheit zu betrachten und als Ganzes zu behandeln, wurde das Einsetzen gesamtdeutscher zentraler Verwaltungsstellen beschlossen. So heißt es weiter: die Umgestaltung des deutschen politischen Lebens auf demokratischer Grundlage. Dazu war nötig: 1. die völlige Abrüstung und Entmilitarisierung Deutschlands 2. die Vernichtung der NSDAP und aller nazistischen Organisationen und Einrichtungen 3. die Aufhebung aller wichtigen Nazigeschäfte 4. die Verhaftung und Bestrafung der Nazi-Kriegsverbrecher 5. die Entfernung aller aktiven Nazis, Nutznießer und Förderer des Nazismus und aller Militaristen aus dem öffentlichen Leben, aus leitenden Stellungen in Wirtschaft und Politik, ihre Ersetzung durch Demokraten. Die Vernichtung der Kartelle, Syndikate und Machenschaften.
Mit dem Potsdamer Abkommen wurden die Pläne der westlichen Alliierten, die Niederlage Deutschlands zu nutzen und es aufzuspalten, durchkreuzt. So berichtet der amerikanische Admiral Leahy, der in die Verhandlungen des Abkommens einbezogen war aus seinen Erinnerungen: „auf der Seite der Passiva ist zuzugeben, dass unsere Vorschläge für die zur Zerstückelung Deutschlands und die Internationalisierung des industriellen Rheinlands der Ablehnung verfielen.“ (Außer persönlichen Willensänderung) im Abkommen war also das Recht auf Selbstbestimmung und auf ein friedliches unabhängiges Bestehen in der europäischen Völkerfamilie verankert. Das Potsdamer Abkommen war damit Garant für eine friedliche Nachkriegspolitik in Zentral Europa und Deutschland.