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	<title>Reimanns Welt &#187; Schulden</title>
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		<title>Japan &#8211; Eine gigantische Selbstzerstörung</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Apr 2016 06:44:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Michael Reimann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Land des Lächelns und der aufgehenden Sonne liegt rund 9.000 km von Deutschland entfernt. Die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki, der Tsunami und die 3 Super-GAUs von Fukushima sind (&#8230;) <a href="http://m-reimann.com/?p=2592">Weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span class="textNode" style="color: #000000;">Das Land des Lächelns und der aufgehenden Sonne liegt rund 9.000 km von Deutschland entfernt. Die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki, der Tsunami und die 3 Super-GAUs von Fukushima sind allgegenwärtig. Sie haben Japan nachhaltig getroffen und den Atomausstieg beschleunigt. Es ist kaum vorstellbar, was diese schrecklichen Ereignisse für Deutschland bedeutet hätten, wenn die Nordseeküste und zwei Großstädte betroffen wären. </span><br style="color: #000000;" /><span id="more-2592"></span><br style="color: #000000;" /><span class="textNode" style="color: #000000;">Man begegnet freundlichen Japanern, kennt deren Vorherrschaft auf dem Automarkt. Über Ökonomie und Ökologie weiß man relativ wenig. Auf einer Fläche von 377.994 km2 leben in Japan 127.100 Mio. Menschen, 337 Bürger pro km2. In Deutschland sind es 81.459 Mio. auf einer Fläche von 357.168 km2 und 228 Bürger.</span></p>
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<p><span class="textNode" style="color: #000000;">Japan verfügte 2012 über eine Wirtschaftsleistung (BIP) von rund 4.950 Mrd. Euro, dass infolge anhaltender Rezession auf rund 3.460 Mrd. Euro geschrumpft ist. Das ist ein Minus von 1.520 Mrd. Euro oder 31 Prozent. Das entspricht dem BIP der Niederlande, Irland, Griechenlands, Belgien und Portugal! In Deutschland ist das BIP infolge der Schuldenkrise von 2008 zu 2009 um 102 Mrd. Euro eingebrochen, oder 4 Prozent. Von diesem Minus hat sich Deutschland bis heute nicht erholt!</span><br style="color: #000000;" /><br style="color: #000000;" /><span class="textNode" style="color: #000000;">In Japans Wirtschaftsleistung von 3.460 Mrd. Euro ist ein Export von „nur“ 569 Mrd. Euro enthalten. Der Exportanteil der Niederlande liegt bei 560 Mrd. Euro und von Deutschland bei rund 1.100 Mrd. Die Staatsschulden Japans belaufen sich, orientiert am BIP von 3.460 Mrd. Euro auf rund 9.100 Mrd. Euro. Im Verhältnis zum Maastricht-Referenzwert (60 % vom BIP) ist Japan mit rund 7.100 Mrd. Euro überschuldet.</span><br style="color: #000000;" /><br style="color: #000000;" /><span class="textNode" style="color: #000000;">Japan hat 2.300 Mrd. frische Euro in die Märkte gepumpt, um sie, wie es die EZB gemacht hat, zu beruhigen. Die Japaner haben 90 Prozent ihres Vermögens in Staatsanleihen angelegt. Die Schulden-, Banken- und Immobilienblasen drohen zu platzen. Es droht die Stimmung umzuschlagen: Die Aktienkurse fallen, der Yen legt unerwünscht stark zu. Noch bedrohlicher wirkt aber die Flucht aus japanischen Staatsanleihen. Die Kurse für japanische Schuldtitel sackten in den vergangenen zwei Wochen ab, was wiederum dazu führte, dass sich die Rendite für zehnjährige Staatsanleihen von knapp einem halben Prozent auf ein Prozent verdoppelte.</span><br style="color: #000000;" /><br style="color: #000000;" /><span class="textNode" style="color: #000000;">Japan hat mit der USA und Europa ein gemeinsames Problem, sie haben in den letzten 45 Jahren rund 32.000 Mrd. Euro mehr Staatsausgaben als Staatseinnahmen. Ökonomen, Wirtschaftswissenschaftler, die EZB und der IWF haben mit ihrer Nullzinspolitik die Sparguthaben von den Konten getrieben. Sie haben Reiche begünstigt und zunehmend die Sozialsysteme belastet. </span><span class="textNode" style="color: #000000;">Sie wollen, wie der erzkonservative Trump, keine Steuererhöhungen für Reiche, keine Steuersenkungen für Beschäftigte, nicht in Sozialsysteme investieren, keine Gewerkschaften und keine Mindestlöhne. Sie haben kein Interesse daran sich angemessen an den Kosten des Staates zu beteiligen. Sie betreiben eine gigantische Selbstzerstörung von sozialer Gerechtigkeit. </span><span style="color: #000000;">Parteien in den USA, Japan und der EU haben diese Entwicklung nicht </span><span class="textNode" style="color: #000000;">verhindert. Politiker stehen für die Schulden des Landes. Sie haben sich mit Reichen und Unternehmen verbündet und von Unterprivilegierten immer weiter entfernt. Keiner der Troika hat Vorstellungen, wie die Krise überwunden werden kann. Hätten sie Vorschläge, gäbe es keine Krisen.</span></p>
<p><span style="color: #808080;">Dieter Neumann</span><br style="color: #000000;" /><br style="color: #000000;" /><i style="color: #000000;">Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.</i></p>
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		<title>Nervenkrieg der  EU Wutoekonomen</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Aug 2012 11:53:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[45punkte]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Fiskalpaktz;EZB; Lohnstückkosten]]></category>
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		<category><![CDATA[Vergemeinschaftung von Schulden]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Differenzen in der Europäischen Union werden größer. Planspiele wie die der finnischen Regierung zum Thema &#8220;Handlungsplan für jede Eventualität&#8221;, sind keine Eintagsfliegen. Österreich versteigt sich durch ihren  Vizekanzler, Michael (&#8230;) <a href="http://m-reimann.com/?p=769">Weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Differenzen in der Europäischen Union werden größer. Planspiele wie die der finnischen Regierung zum Thema &#8220;Handlungsplan für jede Eventualität&#8221;, sind keine Eintagsfliegen. Österreich versteigt sich durch ihren  Vizekanzler, Michael Spindelegger, sogar auf die Forderung, dringend Regeln zum Rauswurf von Eurozonenmitgliedern zu verhandeln und ruft damit Kopfschütteln selbst im eigenen Hause aus. Unser Nachbar Polen ist in Sorge, dass ein Zusammenbruch der Eurozone auch die ohnehin fragile Weltwirtschaft in Mitleidenschaft ziehen würde. Und sie haben mit ihrer Vermutung nicht unrecht. Das ewige Schönwetterbitten der Regierung ist da auch keine Hilfe, wenn sie feststellt: &#8220;Wir waren uns einig, dass wir alles dafür tun müssen, die Eurozone zu stabilisieren&#8221;, sagte Rösler von der FDP. Unmissverständlich mahnt Mario Draghi (EZB-Präsident), nicht ohne Bedingungen den Kauf von Anleihen zur Entlastung der angeschlagenen Länder fortzusetzen: &#8220;Aufgabe der Europäischen Zentralbank ist die Geldwertstabilität innerhalb der Eurozone.&#8221; Weiterhin geht er davon aus, dass einzelne Reformen in Mitgliedsstaaten und Haushaltsdisziplin Priorität haben müssten. Also steht nun endgültig beim Scheitern des Fiskalpaktes und des Rettungsschirmes die weitere Spaltung Europas auf der Tagesordnung. Die Gründe liegen auf der Hand, wirtschaftliche Entwicklung mit einem massiven Wachstumsgefälle kann nicht proportional erfolgen. Die Ungleichheiten in den außenwirtschaftlichen Beziehungen unter besonderer Berücksichtigung der defizitären Länder führen zu immer mehr Auslandsverschuldung. Der Wettbewerb in den europäischen Ländern führt automatisch zu unterschiedlichen Lohnstückkosten. Die Zahlungsfähigkeit der Mitgliedstaaten in der Schuldenfalle sinkt auf null. Einher geht mit all diesen vorgenannten Tatsachen, dass die spekulativ hochgetriebenen Zinsen in den Krisenstaaten ein übriges tun.<strong> </strong>In den verschiedenen Zeitungen Deutschlands, von Stern bis BILD, ist zu lesen, dass &#8220;Der ehemalige Bundesaußenminister Joschka Fische<a title="Link öffnet neues Browserfenster: http://www.stern.de/politik/deutschland/joschka-fischer-90331818t.html" href="http://www.stern.de/politik/deutschland/joschka-fischer-90331818t.html">r</a> (Grüne) wirft Bundeskanzlerin Angela Merkel vor, europafeindliche Tendenzen zu schüren. In der Schuldenkrise fahre die Kanzlerin auf Sicht &#8211; ohne zu sagen, wo die Reise hingehen soll, sagte Fischer der Zeitung &#8220;Bild am Sonntag&#8221;. &#8220;Das verunsichert das Volk und schürt antieuropäische Stimmungen &#8211; sehr gefährlich&#8221;, kritisierte er. &#8220;Die Verantwortung dafür trägt zu einem erheblichen Teil die Kanzlerin.&#8221; Fischer legte Merkel nahe, sich an ihrem Vorvorgänger und Parteikollegen Helmut Kohl ein Beispiel zu nehmen. Dieser habe die europäische Integration mit Mut und einer Vision vorangetrieben. &#8220;Kohl hat das damals großartig gemacht&#8221;, sagte Fischer laut dem Vorabbericht.“ Und recht hat er.</p>
<p><strong>Die immer wieder diskutierte Vergemeinschaftung von Schulden im Euroraum führt zu harscher Kritik.</strong></p>
<p>Die durch die SPD vorgetragene Vergemeinschaftungsidee wird von den Konservativen abgelehnt, mit dem Argument &#8220;es kann nicht sein, dass der deutsche Steuerzahler für die Schulden in anderen Ländern aufkommt&#8221;, sagte FDP-Chef Philipp Rösler vor einigen Tagen, zu lesen bei der Nachrichtenagentur dapd in Berlin. Er fügte hinzu: &#8220;Die Forderung von Sigmar Gabriel, die Schulden in Europa zu vergemeinschaften, ist absurd.&#8221; Doch die SPD sieht dort nicht nur eine Möglichkeit, die emanzipatorische Kraft des Wirtschaftsraumes zu stärken, sondern die Solidarität unter den Mitgliedsländern zu bündeln. Natürlich würde das einhergehen mit der Gründung einer politischen Union in Europa nach dem Vorbild der Vereinigten Staaten von Europa, einem lange gehegten Traum vieler Europäer. Verschiedene Schritte müssten folgen, eine Volksabstimmung über diese Frage müsste eingeleitet werden und nicht nur in Deutschland. Die Verfassung, besser gesagt das Grundgesetz, müsste dazu überarbeitet werden und letztlich seine Verfassungsbestimmung halten. Nicht nur die Haushaltspolitik aus den nationalen Kompetenzen zu lösen ist hier die Frage, sondern auch, welche souveränen Rechte e der einzelnen Mitgliedstaaten abzugeben sind. Dazu gehört Währungssouveränität, die territoriale Integrität und Souveränität und letztlich das Außenpolitikmonopol. Dazu ist es dringend erforderlich, die Rechtssetzungsprozesse zu vereinigen. Alles was bis jetzt in Europa auf den Weg gebracht wäre nichts gegen eine politische Union.</p>
<p>&nbsp;</p>
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