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	<title>Reimanns Welt &#187; Die LINKE</title>
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		<title>zur Erklärung von Mitgliedern der Linksfraktion im Bundestag zu Sahra Wagenknecht</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Apr 2018 09:22:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Michael Reimann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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		<description><![CDATA[Michael Reimann im Gespräch mit Thomas Nord und anderen Mitgliedern des Bundestages der Fraktion Die linke. Frau Wagenknecht wird nicht müde Kritik an der Fraktion zu üben. Wie sehen Sie die (&#8230;) <a href="http://m-reimann.com/?p=2746">Weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext" style="color: #000000;">Michael Reimann im Gespräch mit Thomas Nord und anderen Mitgliedern des Bundestages der Fraktion Die linke.</p>
<p class="bodytext" style="color: #000000;"><strong>Frau Wagenknecht wird nicht müde Kritik an der Fraktion zu üben. Wie sehen Sie die Situation.</strong></p>
<p class="bodytext" style="color: #000000;">Mit Erstaunen nehmen wir die inzwischen wiederholt öffentlich vorgetragene Kritik unserer Fraktionsvorsitzenden Sahra Wagenknecht an der Arbeit der Parteispitze wahr. Wir teilen diese Einschätzung nicht. Im Gegenteil finden wir, dass sich die Partei seit dem Göttinger Parteitag von den davor liegenden Auseinandersetzungen gut erholt hat und sich weiterhin gut entwickelt: das starke Wachstum der Partei und die vielen Neueintritte, gerade auch von jungen Menschen, bestätigen uns in dieser Einschätzung.</p>
<p class="bodytext" style="color: #000000;"><strong> Und in Bezug auf die Bundestagsfraktion?</strong></p>
<p class="bodytext" style="color: #000000;">Hingegen gibt es in der Bundestagsfraktion eine Vielzahl ungeklärter Konflikte und offener Probleme. Der derzeitige nichtintegrative Führungsstil irritiert insbesondere viele der neuen MdB.</p>
<p class="bodytext" style="color: #000000;"> <strong>Welche Lösung schwebt Ihnen vor?</strong></p>
<p class="bodytext" style="color: #000000;">Wir schlagen daher der Fraktionsvorsitzenden vor, sich zunächst um die Klärung der Fragen in der eigenen Verantwortung zu kümmern. Da gibt es viel zu tun. Wir würden es begrüßen, wenn ab sofort wieder das Bundestagswahlprogramm der Partei Grundlage auch des öffentlichen Wirkens der Fraktionsvorsitzenden wird.</p>
<p class="bodytext" style="color: #000000;"><strong> Frau Wagenknecht und andere fordern die Neubildung einer Sammelbewegung. Sie sind langjährige Mitglieder der linken wie stehen Sie dazu?</strong></p>
<p class="bodytext" style="color: #000000;">Und wir wollen darauf hinweisen, dass die Unterzeichnenden in den vergangenen 13 Jahren engagiert mit an der Sammlungsbewegung „Die LINKE“ gearbeitet haben und stolz auf die Ergebnisse sind. Die Neubildung dieser Partei war ein komplizierter, aber auch demokratisch breit getragener Prozess auf allen Ebenen der Partei. Das jetzige Agieren für eine neue Sammlungsbewegung ist hingegen völlig intransparent und ohne Rückkopplung mit unserer Partei. Allein diese Art des Vorgehens trägt die Gefahr des Scheiterns vieler bisherigen Bemühungen in sich.</p>
<p class="bodytext" style="color: #000000;">Wir fordern Sahra Wagenknecht auf, sich und ihre Vorhaben offen der Diskussion in der Fraktion aber auch in den Gremien der Partei zu stellen. Eine Kommunikation über Medien kann eine seit Monaten anhaltende Diskussionsverweigerung mit den Mitgliedern der eigenen Fraktion bzw. Partei nicht ersetzen.</p>
<p class="bodytext" style="color: #000000;"><strong>  Vielen Dank für das Gespräch</strong></p>
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		<title>Ein Gastbeitrag von Jan Korte MdB</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Apr 2018 16:16:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Michael Reimann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Die LINKE]]></category>
		<category><![CDATA[Die Linke]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Reimann]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Linke verliert an Zustimmung bei denen, für die sie einst gegründet wurde: den Arbeitern und Arbeitslosen. Daran sind wir auch selbst schuld. Ein Gastbeitrag von Jan Korte für ZEIT-Online (&#8230;) <a href="http://m-reimann.com/?p=2742">Weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div class="news-text-wrap" style="color: #000000;">
<p><em>Die Linke verliert an Zustimmung bei denen, für die sie einst gegründet wurde: den Arbeitern und Arbeitslosen. Daran sind wir auch selbst schuld. Ein Gastbeitrag von Jan Korte für ZEIT-Online</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Spannende Diskussionen werden in Deutschland häufig etwas später geführt als in anderen Teilen Europas und der Welt. Das gilt auch für die derzeitige Debatte über die Krise sozialdemokratischer und linkssozialistischer Politik. Doch spätestens seit dem Sieg der Rechten um US-Präsident Donald Trump, der Pulverisierung sozialdemokratischer Parteien etwa in Frankreich, den Niederlanden oder in Griechenland und schließlich der historischen Niederlage der SPD bei den Bundestagswahlen stellen sich für Linke und Linksliberale auch hierzulande grundlegende Fragen. Denn der Aufstieg der Rechten kann nicht ohne eine Analyse der Schwäche der Linken und ihrer Fehler verstanden werden.</p>
<p>Wenn nicht versucht wird, zu ergründen, woher die Wut, der Zorn und die Abkehr von Arbeitern und Teilen der Mittelschicht von den Parteien der Arbeiterbewegung kommen, dann kann die Rechtsentwicklung nicht gestoppt werden. Aber anstatt sich diesen so drängenden Fragen selbstkritisch zu stellen, verweilen Teile der Linken in einem moralischen Rigorismus.</p>
<p>Bei vielen Diskussionen – auch im eigenen Umfeld – blitzt eine Überheblichkeit gegenüber jenen auf, die den eigenen, linken Lebenswelten kulturell nicht entsprechen. Dort &#8220;unten&#8221; wird über die falschen Witze gelacht, es wird falsch gegessen, es wird sich falsch gekleidet (und auch noch bei Primark eingekauft – warum wohl!?), falsch geredet. Viele Linke haben keinerlei Zugang mehr zu Menschen, die sich an ihren (schlecht bezahlten) Arbeitsplatz klammern, um irgendwie durchzukommen.</p>
<p><strong>&#8220;Wir wurden gebrochen&#8221;</strong></p>
<p>Der neue Faschismus muss aber als Ergebnis des neoliberalen Zeitalters begriffen werden. Der Neoliberalismus hat Menschen, besonders Arbeiter und Arbeitslose, entwurzelt und ihnen jede Sicherheit, die notwendig für ein planbares Leben ist, geraubt. Das hat dazu geführt, dass viele Menschen Veränderungen mittlerweile nicht mehr mit Hoffnung sondern mit Angst begegnen. Der britische Journalist Paul Mason hat es mit Blick auf die Lage der Arbeiter in Großbritannien treffend formuliert: &#8220;Wir wurden gebrochen.&#8221;</p>
<p>Die Folgen des Neoliberalismus zeigen sich an der Privatisierung von öffentlichen Einrichtungen oder der gigantischen Zunahme sogenannter prekärer Jobs. Genauso wichtig ist aber, zu sehen, was der Neoliberalismus konkret mit Menschen macht. Wo früher – wenn auch äußerst unzureichend – der Staat in Notsituationen geholfen hat, steht heute die Erfahrung: Dir hilft keiner, hilf dir selber und sieh zu, wie du klarkommst. Hinzu kommt mit unsicheren Jobs, Leiharbeit und Dauerbefristungen eine Form von Gewalt, die Menschen angetan wird und die sie nachhaltig verändert – meist nicht zum Guten.</p>
<p>Diejenigen, die in besonderer Weise von den neoliberalen Veränderungen betroffen sind, sind Menschen, die sich keinen tollen Urlaub leisten können und deshalb darauf angewiesen sind, dass es ein öffentliches, bezahlbares Schwimmbad oder einen Tierpark gibt. Es geht um Menschen, die ganz praktisch erleben, was es bedeutet, auf Busse angewiesen zu sein, die nicht mehr fahren. Menschen, die darunter leiden, dass die Bahnlinie und der kleine Bahnhof geschlossen wurden. Sie fragen: Warum ändert ihr das nicht? Warum redet ihr nicht über uns?</p>
<p><strong>Nur die kulturellen Kämpfe gewonnen</strong></p>
<p>Leider gibt es Tendenzen in der Linken, diese Sorgen und diese Verheerungen des Neoliberalismus nicht mehr zu sehen. Für mich und Teile meiner Freunde klingen Globalisierung und Europäisierung tendenziell gut, weltoffen und nach Reisefreuden. Für viele andere klingen diese Worte nach Bedrohung. Und das muss ernst genommen und nicht selbstgerecht ignoriert werden. Und schon gar nicht darf der Teil dieser Leute, der bei den Wahlen von der Linken zur AfD gegangen ist, abgeschrieben werden. Wir dürfen nicht die Segel streichen und ganze Generationen und Landstriche verloren geben, wie es manche Linke tun. Das wäre unpolitisch. Politisch sein heißt dagegen, mit Leidenschaft und Hingabe für den eigenen Standpunkt zu streiten, und zwar gerade dort, wo dieser nicht vertreten wird.</p>
<p>Diejenigen, die ökonomisch täglich verletzt werden, haben eine nicht ganz falsche Empfindung: Die ökonomischen Kämpfe wurden von Linken überwiegend verloren, kulturelle Kämpfe dagegen gewonnen (immerhin und zum Glück). Das führt dazu, dass notwendige kulturelle Errungenschaften wie Verbesserungen für gesellschaftliche Minderheiten der neoliberalen Epoche zugerechnet werden. Oder anders gesagt: Die Ehe für alle ist kein Trost für jemanden, der seit Jahren nur als Leiharbeiter beschäftigt wird. Dem müssen wir uns stellen. Mit klarer Haltung, aber auch mit einem neuen Problembewusstsein.</p>
<p>Dass Arbeiter und Menschen, die kaum wissen, wie sie durch den Monat kommen, sich von der SPD abgewandt haben, lässt sich noch recht einfach erklären. Ihr Abstieg, ihre Drangsalierung erlebte mit der Agenda 2010 eine neue Form der Brutalisierung. Daher wird die SPD weiter scheitern, solange sie diese Politik nicht rückabwickelt.</p>
<p><strong>Warum profitiert die Linke nicht stärker von den Verlusten der SPD?</strong></p>
<p>Seit 1998 hat die SPD über die Hälfte ihrer Wähler verloren. Die entscheidende Frage für die Linkspartei lautet allerdings: Warum ist von diesen nur ein kleiner Teil zu ihr abgewandert? Eine attraktive Linkspartei müsste in dieser Situation eigentlich bei mindestens 15 Prozent stehen. Darüber muss man nachdenken. Zwar hat die Linke in den sogenannten urbanen Milieus zuletzt kräftig zugelegt. Das ist erfreulich und wertvoll. Doch gleichzeitig ist zu konstatieren, dass die Linke bei Arbeitern und Arbeitslosen dramatisch an Stimmen eingebüßt hat. Also bei jenen, für die die Linke gegründet wurde, und für deren Rechte, für deren Würde und für deren Repräsentanz sie kämpft. Neue Mitglieder und neue Sozialstrukturen verändern in einer Partei den Blick. Aber Linken darf eines niemals passieren: herabzublicken auf &#8220;die da unten&#8221; und es sich in der eigenen Blase moralisch überlegen bequem zu machen. Fünf Dinge müssen sich ändern:</p>
<ol>
<li>Bereits durch die Wahl der Sprache baut man eine Distanz auf, die für Linke nicht akzeptabel ist. Wir müssen unsere Sprache generalüberholen und die Dinge beim Namen nennen: Leiharbeit ist moderne Sklaverei, die Menschen die Würde nimmt. Prekäre Beschäftigung bedeutet Abrackern in Unsicherheit. Und auch positiv gewendet – wenn wir sagen, wir wollen die öffentliche Daseinsvorsorge stärken, muss das übersetzt werden in: Wir wollen Schwimmbäder, Krankenhäuser, Busse, wir wollen Bahnhöfe eröffnen und nicht schließen. Und wir wollen, dass der Staat wieder für euch da ist, für euch als Bürger und nicht als Kunden.</li>
<li>Wir müssen die Herzen der Menschen erreichen: Was heißt es eigentlich, sich bei der Tafel anstellen zu müssen? Was bedeutet es für Großeltern, wenn sie ihren Enkeln keinen Ausflug finanzieren können? Hierfür ist Empathie notwendig, und darin müssen einige Linke deutlich besser werden.</li>
<li>Wir müssen die großen Linien unserer Politik deutlich machen. Wir wollen eine vollständige Abkehr vom neoliberalen Zeitgeist. Das bedeutet konkret: Privatisierungen von Straßen, Schwimmbädern und kommunalen Dienstleistungen müssen verboten werden. Bereits erfolgte Privatisierungen wie etwa der Bahn müssen rückgängig gemacht werden. Und statt über den Austritt aus der Nato zu theoretisieren, kann man ganz praktisch die Mittel für Aufrüstung streichen und das dafür verplante Geld in Schulen und Spielplätze stecken. Last, but not least brauchen wir Personen, die glaubwürdig verkörpern, dass wir gedenken, uns mit den Mächtigen und Reichen schwer anzulegen. Denn wir wollen ihnen wegnehmen, was sie sich wie selbstverständlich in den letzten Jahren genommen haben, und es der Bevölkerung zurückgeben. Das heißt: ab und an auch ruhig mal Enteignung sagen.</li>
<li>Wir brauchen eine Aufarbeitung der Niederlagen der sozialdemokratischen und linken Parteien. Dabei ist es nicht hilfreich, wenn ein Teil der politischen Linken statt über Hedgefonds, Steuerhinterzieher und den Erbschaftsadel zu reden, pauschal und abwertend über &#8220;ältere, weiße Männer&#8221; redet, ganz so, als würden diese nicht ausgebeutet werden.</li>
<li>Last, but not least braucht es eine klare Haltung: Wir dürfen keine Abstriche bei der Solidarität mit Flüchtlingen oder bei Minderheitenthemen machen. Aber wir müssen gleichrangig weitere Schwerpunkte setzen. Das bedeutet, auch für Leute zu kämpfen, die nicht in allem unserer Meinung sind. Auch sie müssen sich von uns vertreten fühlen können.</li>
</ol>
<p>Kurz: Wir brauchen dringend eine Generalüberholung linker Politik. Mutig gegenüber den wirklich Mächtigen, empfindsam gegenüber jenen, denen in diesem System täglich die Würde und die Freude am Leben genommen wird, können wir gewinnen.</p>
</div>
<p style="color: #000000;"><strong>Die Zeit,</strong><time datetime="2018-03-26"> 26. März 2018</time></p>
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		<title>Mit  Herz und Verstand, wieder den Wählerinnen und Wählern zu gewandt!</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Nov 2017 08:13:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Michael Reimann]]></dc:creator>
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		<category><![CDATA[Rosa Luxemburg]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn man heute nach einer Möglichkeit sucht, die Entwicklung einer sozial gerechten Partei in den nächsten Jahren über 10 % zu tragen oder sogar in Regierungsverantwortung zu bringen, muss man (&#8230;) <a href="http://m-reimann.com/?p=2733">Weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man heute nach einer Möglichkeit sucht, die Entwicklung einer sozial gerechten Partei in den nächsten Jahren über 10 % zu tragen oder sogar in Regierungsverantwortung zu bringen, muss man neue Wege gehen.Die Beschreibung einer Richtung im Namen reicht schon lange nicht mehr aus, um das Wegbrechen von Wählerinnen und Wählern im Osten aufzuhalten. Eine genaue Verortung der politischen Ziele ist unumgänglich, um verlorenen Boden wieder zu erringen. Dabei sind nicht die Mitglieder einer Partei entscheidend! Sondern die Wählerinnen und Wähler. Die Mitglieder der Partei haben allerdings eine sehr hohe Verantwortung, wenn es um Vorbereitung von Wahlen, Strategien und nicht zuletzt um politische Ziele geht. <span id="more-2733"></span>Mit der Fusion zwischen einem kleinen Teil linker Sozialdemokratie und Gewerkschafter in der Wahlalternative soziale Gerechtigkeit und der PDS Die Linke, hat es eine Kurskorrektur größeren Ausmaßes gegeben. Die Linke im Osten hat zu Gunsten der Linken im Westen auf ihre parteidemokratischen Rechte verzichtet. <em>Das führte zu einer Überbetonung der Westlinken im Apparat, den Parteitagen und nicht zuletzt, durch die aufgestellten Listen, der Bundestagsfraktion</em>. Einher ging eine starke Intoleranz gegen andersdenkende Linke in den eigenen Reihen, wie im Westen so nun auch im Osten. So schlitterte man im Osten von einer Wahlniederlage in die andere und legte im Westen nur unzureichend zu. <em>Heute freuen wir uns,  dass wir im Westen, im größten Flächenland Nordrhein-Westfalen, knapp den Einzug ins Landesparlament verpasst haben</em>. Aber auch hier zählt nur gewinnen! Die jüngsten Streitigkeiten in der Bundestagsfraktion sind  auch auf einen Ost-West-Konflikt und nicht zuletzt auf die Intoleranz gegen Andersdenkende zurückzuführen. Genau das ist nicht im Interesse und dem Willen derjenigen die durchaus in Erwägung ziehen, ihre Stimme, ob Erst &#8211; oder  Zweitstimme, im Bundestagswahlkampf, für Die Linke abzugeben. Dieses unprofessionelle Verhalten und die damit einhergehende Wettbewerbssituation zwischen Vorstand und Fraktionsvorstand ist das untauglichste Mittel, um den Wählerinnen und Wählern deutlich zu machen, dass man den Wählerauftrag verstanden hat. Will man über 10 % oder in Regierungsverantwortung in den nächsten Jahren kommen, muss die Orientierung an unserer Wählerklientel stärkere Beachtung finden. Völlig abhandengekommen ist in den letzten Jahren der gesamtheitliche Ansatz der Linken. Es reicht nicht aus, sich nach einer Richtung zu nennen, um möglichst viele emotional links denkende Menschen zu binden, zur Mitgliedschaft zu bewegen oder das Richtige bei den Wahlen zu entscheiden. Gebraucht wird eine gesellschaftliche Idee, eine Alternative und die Beschreibung eines demokratischen und gemeinschaftlichen Weges zum Ziel. Nach dem rechten Rand zu schielen, um weitere Wählerklientel zu erschließen scheint der völlig untaugliche Weg zu sein. Solidarität und Brüderlichkeit sind die maßgeblichen Kriterien unseres Handelns! Dazu gehört auch eine vernünftige Einwanderungspolitik zu gestalten. Obergrenzen für Einwanderung entsprechen nicht der Meinung unseres linken Wählerklientele. Und wenn wir schon einmal dabei sind, Streitigkeiten in der Fraktion und dem Parteivorstand entsprechen genau auch nicht diesem Anspruch. Mit der stärkeren Betonung, durch die Westerweiterung der radikalen Positionen der Westlinken kommen andersdenkende Linke immer wieder unter stärkeren Druck. Es ist Mode geworden eine politische Debatte juristisch zu klären. Leider zieht sich dieses Verhalten von der Bundestagsfraktion bis in die Kommunen durch. Nur weil man sich nach einer Richtung im Parteinamen nennt ist noch nicht gesagt, dass alle die mit dieser Richtung konform gehen, sich in den Reihen auch wieder finden. Ellenbogenkämpfe, Austritte, Erpressungsversuche und nicht zuletzt Streitigkeiten um etablierte Positionen führen zu einem völlig absurden Bild einer „fortschrittlichen“ Linken. Insbesondere im Osten findet man von den ehemaligen Mitgliedern der Wahlalternative nur noch kleinste Mengen <em>von Mitgliedern</em> in der neuen Struktur. Überproportional haben in den letzten Jahren in den Gremien der Partei trotzdem Vertreter der Wahlalternative ihre Art und Vorstellung von linker Politik etabliert. Das führte in Größenordnung zu weiterer Ausgrenzung von andersdenkenden Linken. Allein der Konflikt zwischen Oskar Lafontaine und Gregor Gysi und Dietmar Bartsch vor Jahren sei hier erwähnt. Brüderlichkeit und Menschlichkeit sind die Tugenden die in der Rangfolge einer Linken an oberster Stelle stehen. Mit der Fusion der Wahlalternative soziale Gerechtigkeit und der Linken ist im parteidemokratischen Geplänkel einer der nachhaltigsten Fehler für die Etablierung der Linken im Osten gemacht worden. Den durchaus realistischen Positionen der Ost Linken die letzten Endes zur Regierungsverantwortung Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Brandenburg geführt haben und damit ein deutliches Zeichen für eine Basis bei den Wählerinnen und Wählern <em>gesetzt haben</em>, ist durch Argwohn, schlecht ausgebildete Kader und nicht zuletzt egoistischem Verhalten ein Bärendienst erwiesen worden. Pluralistisches Verhalten bedeutet, dass sowohl die radikale Linke zum Beispiel hier die Kommunistische Plattform, die Antifa und Andere, den gemäßigten Flügel hier die sozialistische Linke, die sozialdemokratische Linke und die emanzipierte Linke aushalten müssen. Es muss endlich als Vorteil verstanden werden, dass es die verschiedenen Ansätze in der Linken gibt. Durch Ausgrenzung verlieren wir weiter an Mitgliedern, an Einfluss und letzten Endes an Wahlen. Nur wer Arbeit hat von deren Ergebnis er leben kann, seine Kinder auf Schulen schicken kann und am kulturellen Leben teilnehmen kann, ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen und kann ein lebenswertes Leben organisieren. Dieses Hauptziel sollte eine stärkere Einigkeit mit den Gewerkschaften nach sich ziehen. Die Ost Linke forderte vor Jahren den Mindestlohn auf 7,50 € anzuheben und festzuschreiben. Dieser Erfolg einer linken Politik, die zwar von Anderen mit umgesetzt wurde aber letzten Endes die geistige Urheberschaft der Linken trägt, hat überzeugt. Sie war der Grund für die Wahlerfolge im Osten! Der meist ehrliche Umgang mit der Geschichte und letzten Endes das klare Formulieren von gesellschaftlichen Zielen brachte die Linke im Osten in den Bundestag. Was der Linken vor Jahren mit der Hartz IV Debatte gelungen ist, die Frage der sozialen Gerechtigkeit tatsächlich als ein Kernthema zu behandeln, wurde diesmal fast untergebuttert. Vorrangig im Osten sind im Ergebnis, Arbeitslose, ALG II Empfänger und auch Rentner, die früher doch links gewählt haben, der Wahl ferngeblieben oder haben sich radikalisiert. Dazu beigetragen haben aus unserer Sicht auch die nicht immer durchdachten Personalentscheidungen. War es wirklich richtig, erfahrene „Parteisoldaten“ ins Abseits zu stellen oder sie mit fadenscheinigen Gründen gar zu verabschieden, um einem gewissen „Jugendwahn“ zu folgen, der ab und an vor Ort einfach , bei unseren Wählerinnen und Wähler nicht verstanden wurde? Jugendliche Auffrischung ist sicher wichtig für die Partei, garantiert aber allein noch keinen Wahlerfolg, zumal wenn die Kandidaten im Wahlkreis kaum bekannt und dort auch nicht präsent waren. Konnten wir nicht im Voraus erkennen, dass aufgrund manchmal mangelnder Konsequenz und auch Wankelmütigkeit gerade bei großen Sachthemen (bei uns in Brandenburg z. B. Flughafen, Braunkohle, Polizei oder Bildungsreform), die  betroffenen Wähler weggelaufen könnten? Genau das ist auch geschehen. Auf Versprechen, das hat die politische Praxis immer wieder bewiesen, sollte man nur eingehen, wenn man weiß, dass man sie halten kann. Auch dies ist uns nicht immer gelungen. Kannte die Partei die wirklichen Probleme der Menschen oder ging es einigen nur darum, mit deklaratorischen Bekundungen ins Parlament einzuziehen? In der heftigen Diskussion wurde deutlich, dass sich der Ursachenkatalog fast beliebig fortsetzen lässt; nicht ausreichende Kommunikation untereinander, Nichtbeachtung der Arbeitsergebnisse der Arbeitsgemeinschaften, die Defizite in der innerparteilichen Kultur, unzureichende Bildungsarbeit und, und… Aber es geht weiter. Gleich, ob Opposition oder Regierungspartei, es ist nicht nur Zeit zum intensiven Nachdenken, sondern vor allem Zeit zum Verändern und für Inhalte, die an den Interessen der Mitglieder und Wähler ausgerichtet sind.Auch das Parteimitglied X hat konkrete Vorstellungen und brauchbare Ideen. Vielleicht sollten wir mehr darauf Wert legen. Die Partei braucht neue Ideen, wir brauchen eine transparente Diskussion über die Entwicklung von neuen Strategien und dem Setzen von neuen Inhalten. Bisherige Inhalte müssen mit anderen Themen verbunden und neue Themen müssen in den Vordergrund gerückt werden.</p>
<p>Ihr Michael Reimann</p>
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		<title>Der 1. Mai ist auch Tag der freien Zeit.</title>
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		<pubDate>Tue, 03 May 2016 07:35:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Michael Reimann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Die LINKE]]></category>
		<category><![CDATA[Der 1. Mai ist auch Tag der freien Zeit.]]></category>

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		<description><![CDATA[Vieles wäre zum 1. Mai sagen – zum Beispiel, dass dieser hart erkämpfte Feiertag der Arbeitenden, wenn er auf einen Sonntag fällt, in vielen Europäischen Ländern am darauffolgenden Tag der (&#8230;) <a href="http://m-reimann.com/?p=2625">Weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="color: #000000;">Vieles wäre zum 1. Mai sagen – zum Beispiel, dass dieser hart erkämpfte Feiertag der Arbeitenden, wenn er auf einen Sonntag fällt, in vielen Europäischen Ländern am darauffolgenden Tag der werktätigen Bevölkerung als freier Tag zurückgeben wird. So ist es längst in Spanien, Großbritannien, Luxemburg und Belgien. Der 1. Mai ist weltweit wie vor der Haustür voller Veranstaltungen – auch um Nazis die Okkupation dieses Internationalen Tages, der so eng mit der Geschichte der ArbeiterInnenbewegung verknüpft ist, zu verwehren. <span id="more-2625"></span>Zum anderen ist die Beschäftigung mit dem 1. Mai entscheidend, damit moderne Gewerkschaften und damit Beschäftigte wie auch Erwerbslose ein Zeichen der Solidarität setzen – eine Solidarität, die Fragen der internationalen Arbeitsteilung und die Unterstützung der vor Krieg und Existenzvernichtung Geflohenen einschließt. Natürlich geht es um gute Jobs vor Ort in Europa – existenzsichernd, familienfreundlich, ökologisch und mit hohen sozialen Standards. Aber es sollte auch darum gehen, dem Götzen Lohnarbeit den Kampf anzusagen und damit den gesellschaftlichen Strukturen dahinter, in denen Beschäftigte international gegeneinander ausgespielt werden und Erwerbslose kaum zu Wort kommen, wenn sie sich als Bürgerinnen und Bürger zu gesellschaftlichen Problemen äußern und nicht zuerst als „Arbeitssuchende“.</p>
<p style="color: #000000;">Schließlich haben wir längst eine gesellschaftliche Produktivität erreicht, die nicht noch mehr bezahlte Arbeit erfordert, sondern besser bezahlte Arbeit und gerechter verteilte Arbeit, auch zwischen den Geschlechtern und zwischen kapitalisierter „produktiver Arbeit“ und unsichtbarer Carearbeit.</p>
<p style="color: #000000;">Leider erscheint Vielen der Kampf um die Verkürzung der Lohnarbeitszeit noch immer als eine zweitrangige oder unrealistische Forderung, obwohl doch mit Hilfe von Smartphones und anderer „entgrenzender“ Technik die jederzeitige Verfügbarkeit der Beschäftigten angestrebt wird und es immer schwerer wird, sich diesem Wahnsinn zu entziehen.</p>
<p style="color: #000000;">Wir sollten hier – denn darin bestünde letztlich eine lebensnahe und nachhaltige Solidarität – die Kämpfe um den modernen 1. Mai auch mit dem Feiertag der Arbeits- und Wohnungslosen am 2. Mai, einer bisher eher kleinen Bewegung, zusammenbringen. Zumindest sollten wir den Fetisch der Ausbeutung durch Lohnarbeit entschleiern. Also mal wieder beim ollen Marx nachschlagen, der doch schon unmissverständlich aufklärte: Der wirkliche Reichtum einer Gesellschaft – das sind nicht die Geldberge von Dagobert Duck und auch nicht die Krümelchen vom erarbeiteten materiellen Wohlstand, die für die Arbeitenden abfallen, sondern die wirklich frei verfügbare <em>Zeit</em>.</p>
<p style="color: #000000;">Dabei gilt natürlich: Geld für eine Kinokarte für mehrere Kinder müssen Eltern erst einmal haben – und auch das Wissen und die kulturellen Voraussetzungen, um zu wissen, was man sonst noch alles mit freien Stunden anfangen kann …</p>
<p style="color: #000000;">Der 1. Mai ist also ein guter Tag, um die alte soziale Frage des 19. Jahrhunderts zu erneuern und umfassend und menschlich wieder auf die Tagesordnung zu setzen, auch für Frauen, Flüchtlinge, Erwerbslose, Menschen in unsicheren Beschäftigungsverhältnissen, wie Softwareingenieure, Hausangestellte oder Wanderarbeiter.</p>
<p style="color: #000000;"><span style="color: #666666;">01.05.2016 / Martina Michels (MdEP), Konstanze Kriese (Mitarbeiter/in) /</span></p>
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		<title>Politische Verantwortung wälzt man nicht auf Gerichte ab</title>
		<link>http://m-reimann.com/?p=2613</link>
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		<pubDate>Wed, 20 Apr 2016 12:11:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Michael Reimann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Die LINKE]]></category>
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		<description><![CDATA[Heute hat sich Kanzlerin Merkel für ihren Abschiebepartner Erdogan und gegen die grundgesetzlich garantierte Kunstfreiheit entschieden. Damit verletzt sie ihren Amtseid und beschädigt die Demokratie. Wo es die originäre Pflicht (&#8230;) <a href="http://m-reimann.com/?p=2613">Weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="color: #00314a;">Heute hat sich Kanzlerin Merkel für ihren Abschiebepartner Erdogan und gegen die grundgesetzlich garantierte Kunstfreiheit entschieden. Damit verletzt sie ihren Amtseid und beschädigt die Demokratie. Wo es die originäre Pflicht der politischen Führung der Bundesrepublik gewesen wäre, hinter dem Grundgesetz und den darin garantierten Freiheiten zu stehen, ist die schwarz-rote Bundesregierung eingeknickt.<span id="more-2613"></span></p>
<div class="inhalt" style="color: #00314a;">Wer auf diese Art und Weise mit dem Grundgesetz umgeht, der setzt es der Beliebigkeit aus. Der Verweis auf Staatsanwaltschaften und Gerichte, die nun das letzte Wort haben sollen, offenbart die ganze Heruntergekommenheit dieser Bundesregierung. Wer seine politische Verantwortung ernst nimmt, der wälzt sie nicht auf Gerichte ab.Jahrelang haben CDU und CSU die Türkei kritisiert und sich gegen einen EU-Beitritt gewehrt: Teils mit richtiger Kritik am Umgang mit Menschenrechten, teils unter Bedienung chauvinistischer Vorurteile. Heute machen sie gemeinsame Sache mit Erdogan und opfern dem eigenen politischen Interesse sowohl die Menschenrechte von Geflüchteten als auch die Kunstfreiheit in unserem Land. Dass eine von Gabriel geführte SPD diese Entscheidung toleriert, wundert mittlerweile niemanden mehr.</p>
<p>Die Kanzlerin und die Regierungskoalition fallen mit dieser Entscheidung übrigens auch den mutigen türkischen Richtern und Oppositionellen in den Rücken, die ihre Verfassung, unter anderem eben auch die durch diese geschützte Kunstfreiheit, vor dem Machtstreben Erdogans verteidigen.</p>
</div>
<div class="inhalt" style="color: #00314a;">
<p>&nbsp;</p>
<p>-erklärt Jan Korte, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE. Korte weiter</p>
</div>
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		<title>Erdoğan und Majestätsbeleidigungsparagraphen</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Apr 2016 06:39:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Michael Reimann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Die LINKE]]></category>
		<category><![CDATA[Erdoğan;Vertreter der Europäischen Union]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Linke]]></category>
		<category><![CDATA[Linksfraktion GUE/NGL]]></category>
		<category><![CDATA[Martina Michels]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Reimann]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Satiriker und Europaabgeordnete Martin Sonneborn interviewte Martina Michels im Rahmen der Produktion zu einer Spiegel-TV-Sendung zur Reichweite von Satire und den Möglichkeiten, sie politisch „einzuhegen“. Die Kanzlerin hatte der Welt schon mal vorab via (&#8230;) <a href="http://m-reimann.com/?p=2609">Weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="color: #000000;">Der Satiriker und <a style="color: #335a6e;" href="http://www.martinsonneborn.de/">Europaabgeordnete Martin Sonneborn</a> interviewte Martina Michels im Rahmen der Produktion zu einer Spiegel-TV-Sendung zur Reichweite von Satire und den Möglichkeiten, sie politisch „einzuhegen“. Die Kanzlerin hatte der Welt schon mal vorab via Regierungssprecher ihr persönliches Urteil über ein Gedicht verkünden lassen, das in Deutschland ein kollektives Proseminar für Medienrecht vom Zaune brechen konnte, da es voller rassistischer Klischees steckte und zugleich vom Autor als „so etwas darf Satire nicht“ in seine Sendung eingebaut wurde, die das Extra3-Lied über den türkischen Präsidenten Erdoğan kommentierte. <span id="more-2609"></span>Jener hatte nach Bekanntwerden des Liedes den deutschen Botschafter einbestellen lassen, weil er es nicht lustig findet, wenn jemand singt, dass Journalisten in seinem Land im Knast landen. Merkel hatte ihr Urteil über den nachfolgenden – zumindest poetisch fragwürdigen – Kommentar in einem Telefonat der Türkischen Regierung kundgetan.</p>
<p style="color: #000000;">Auf eine Anzeige von Erdoğan als Person folgte noch eine von Erdoğan als Präsident. Über deren Annahme hatte nun die Bundesregierung zu entscheiden, da die Türkei eine diplomatische Note nachgeschoben hatte, um die Bundesregierung zu einer Stellungnahme zu zwingen. Dabei ging es um die Anwendbarkeit des sogenannten „Majestätsbeleidigungsparagraphen“ 103 StGB (Beleidigung von Organen und Vertretern ausländischer Staaten), der ein höheres Strafmaß als der „normale“ Beleidigungsparagraph benennt. Die einen finden die Ermächtigungsentscheidung der Bundesregierung vom Freitag dieser Woche elegant und zugleich skurril, weil der Koalitionspartner anders entschieden hätte. Andere finden die Entscheidung feige. Die ruhigeren Gemüter sagen: Es gab keine andere sinnvolle Entscheidung, denn so hält die Politk sich raus und vertraut dem Rechtsstaat in Deutschland die Satirefreiheit an – verbunden mit der Frage, ob sie Grenzen kennt und wenn ja, wie hoch ihr Strafmaß ist. Wenn das kein Stoff für Satire ist!</p>
<p style="color: #000000;">Vor dieser Entscheidung trafen sich Martin Sonneborn und Martina Michels am Mittwoch abend am Plenarsaal. Als KollegInnen im Kulturausschuss dachten sie im Gespräch schon einmal über eine EU-Richtlinie zur Begrenzung des Humors nach. Die Einigung gestaltete sich genauso heiter wie schwierig oder gar unmöglich. Einig wurden sich beide Parlamentarier allerdings schnell, dass die Satire offenbar in der Lage ist, das beste Bildungsprogramm zum Medienrecht und zur Kunstfreiheit zu liefern, und möglicherweise zukünftige Änderungen durch den Gesetzgeber selbst in die Hand geommen hat. Auch hier gab es ganz offensichtlich einen Problemlösungsstau.</p>
<p style="color: #000000;">Neben Martina Michels interviewte Martin Sonneborn auch Martinas griechischen Fraktionskollegen, Stelios Kouloglou, der selbst Filmemacher und Journalist ist. Ausschnitte dieser Gespräche werden im nächsten Spiegel-TV Magazin ausgestrahlt. Die Erstsendung ist am Sonntag, 17. April 2016.</p>
<p style="color: #000000;">Für Reimannswelt:  <span style="font-weight: 700 !important;">Martin Sonneborn interviewt seine Kulturausschusskollegin Martina Michels zu Politik und Satire</span></p>
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		<title>Das Spiel mit der Meinungsfreiheit, Erdogans vs Böhmermann</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Apr 2016 12:52:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Michael Reimann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Die LINKE]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Harald Petzold]]></category>
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		<category><![CDATA[Medienpolitik]]></category>
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		<category><![CDATA[Recep Tayyip Erdogans]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>

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		<description><![CDATA[Interview mit Harald Petzold medienpolitischer Sprecher der Fraktion der Linken: Staatsanwaltschaft Mainz und dem Strafantrag Recep Tayyip Erdogans gegen Jan Böhmermann und dessen &#8220;Schmähgedicht&#8221;. sehr geehrter Herr  Petzold, wie bewerten (&#8230;) <a href="http://m-reimann.com/?p=2576">Weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Interview mit Harald Petzold medienpolitischer Sprecher der Fraktion der Linken:<br />
Staatsanwaltschaft Mainz und dem Strafantrag Recep Tayyip Erdogans gegen Jan Böhmermann und dessen &#8220;Schmähgedicht&#8221;.</strong><span id="more-2576"></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>sehr geehrter Herr  Petzold, </strong></span><span style="color: #333333;"><strong>w</strong><strong>ie bewerten Sie die Debatte in den Medien über den Kabarettisten Böhmermann?</strong></span></p>
<p><span style="color: #000000;">&#8220;Der Beitrag Böhmermanns hat nicht nur eine demokratisch essentielle Debatte um Presse- und Meinungsfreiheit entfacht, er wirft zudem ein Schlaglicht auf die verkrusteten Strukturen des Strafgesetzbuches (StGB), das dringend einer Reform bedarf. Die Zeiten der Majestätsbeleidigung sind vorbei &#8211; die Gesetzeslage muss zeitgemäß beschaffen sein und aktualisiert werden. Der bestehende Paragraph 185 zum Tatbestand der Beleidigung ist völlig ausreichend, sowohl für Staatsbürger also auch für Staatsoberhäupter&#8221;,  Staatsanwaltschaft Mainz und dem Strafantrag Recep Tayyip Erdogans gegen Jan Böhmermann und dessen &#8220;Schmähgedicht&#8221;. </span><br style="color: #000000;" /><br style="color: #000000;" /><strong> <span style="color: #000000;">Was planen Sie als Ergebnis dieser Debatte?</span></strong></p>
<p><span style="color: #000000;">&#8220;Um den hitzigen Diskussionen Taten folgen zu lassen, bereitet DIE LINKE einen Gesetzesentwurf für eine ersatzlose Streichung des Paragraphen 103 vor. Wir brauchen keinen Zwei-Klassen-Paragraphen, der als politisches Druckmittel instrumentalisiert werden kann. Auch keinen, der die Grenzen der Gewaltenteilung verschwimmen lässt, indem mögliche Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zunächst einer Entscheidung der Bundesregierung bedürfen. Nutzen wir die Chance zum Handeln.&#8221;</span><br style="color: #000000;" /><span style="color: #000000;"> </span></p>
<p><span style="color: #000000;">Das Interview führte Michael Reimann</span></p>
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		<title>DIE LINKE im Bundestag sagt nein zum Krieg</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Dec 2015 15:13:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Michael Reimann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Die LINKE]]></category>
		<category><![CDATA[Die Linke]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Reimann]]></category>
		<category><![CDATA[Nein zum Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[nie wieder Krieg]]></category>

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		<description><![CDATA[Sämtliche Bundestagsabgeordneten der Partei DIE LINKE haben mit &#8220;Nein&#8221;gestimmt, weil diese Politik eine sicherheitspolitische Geisterfahrt ist. Sie führt uns tiefer hinein in den Teufelskreis aus Krieg und Terror. Es ist (&#8230;) <a href="http://m-reimann.com/?p=2524">Weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000;">Sämtliche Bundestagsabgeordneten der Partei DIE LINKE haben mit &#8220;Nein&#8221;</span><br style="color: #000000;" /><span style="color: #000000;">gestimmt, weil diese Politik eine sicherheitspolitische Geisterfahrt ist. Sie führt uns tiefer hinein in den Teufelskreis aus Krieg und Terror. Es ist daher höchste Zeit für einen Strategiewechsel und eine Abkehr von der Logik des Militärischen.<span id="more-2524"></span></span><span style="color: #000000;">Tatenlos sehen unsere Regierungen zu, wie der Nachschub für das Terror-Regime des IS von der Türkei geduldet wird. Währenddessen machen sie weiterhin Rüstungsgeschäfte mit genau diesem Regime und kriminalisieren mit dem PKK-Verbot ausgerechnet jene, die vor Ort dem IS eine säkulare und demokratische Alternative entgegensetzen.<br />
Die Bundesregierung steigert mit ihrer Hauruck-Entscheidung massiv die Eskalationsgefahr. Die Bilanz des &#8220;Krieges gegen den Terror&#8221; seit 2001 mit vielen Tausenden von Toten im Irak, in Afghanistan, Libyen, Jemen oder Pakistan lehrt: Krieg hat den Terror nicht eingedämmt oder gar beseitigt, sondern es ist immer noch mehr Terror entstanden. Mit jedem getöteten Zivilisten wächst der Hass gegen den Westen und es wachsen neue Terroristen nach. Wir müssen aus dieser Gewaltspirale aussteigen. Die Bundesregierung stürzt Deutschland in kürzester Zeit in einen Krieg, ohne die Frage nach den Bündnispartnern am Boden geklärt zu haben. Auch ansonsten sind die Konsequenzen unklar. Die Bundesregierung definiert kein konkretes Ziel.</span><span style="color: #000000;">Deshalb ist auch weder ein Ende des Einsatzes abzusehen, noch die damit verbundenen Kosten. Für Tornados, Fregatten, Militärsatelliten werden binnen einer Woche über 130 Millionen Euro bereitgestellt &#8211; warum wird für die Flüchtlinge nicht mehr getan?</span><br style="color: #000000;" /></p>
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		<title>Ukraine auf dem Weg zum Polizeistaat</title>
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		<pubDate>Sat, 23 May 2015 06:40:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Michael Reimann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Die LINKE]]></category>
		<category><![CDATA[Die linke ;Ukraine]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Reimann]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang Gehrcke]]></category>

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		<description><![CDATA[Ukraine auf dem Weg zum Polizeistaat-  so schätzt  Wolfgang Gehrcke, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE, zur Entscheidung der ukrainischen Regierung, Verpflichtungen aus Menschenrechtserklärungen ‚vorläufig auszusetzen ein . Mit Wolfgang Gehrcke sprach Michael (&#8230;) <a href="http://m-reimann.com/?p=2457">Weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000;">Ukraine auf dem Weg zum Polizeistaat-  so schätzt  Wolfgang Gehrcke, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE, zur Entscheidung der ukrainischen Regierung, Verpflichtungen aus Menschenrechtserklärungen ‚vorläufig auszusetzen ein </span>. <span style="color: #000000;">Mit Wolfgang Gehrcke sprach Michael Reimann: </span><span id="more-2457"></span></p>
<p><span style="color: #808080;">Wie schätzen Sie, nach ihren aktuellen besuchen  die aktuelle Situation in der Ukraine ein?</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Wolfgang Gehrcke</span></p>
<p><span style="color: #000000;">„Die Ukraine wird mehr und mehr zu einem Polizeistaat. Es bewahrheitet sich wieder: Krieg ist der Feind von Demokratie. </span><span style="color: #000000;">Das widerspricht allen europäischen Standards und auch dem der Ukraine angebotenen Assoziierungsabkommen. Betroffen sind die Europäische Menschenrechtskonvention (Europarat) und der Zivilpakt der Vereinten Nationen. Verletzt werden in der Ukraine zunehmend auch die Rechte politischer Parteien. </span><span style="color: #000000;">Nach der neuen Gesetzgebung können ‚Verdächtige‘, auch politisch Verdächtige, ohne richterliche Entscheidung über mehr als 72 Stunden festgehalten werden. Das vom ukrainischen Parlament beschlossene Gesetzespaket gegen kommunistische Propaganda und Symbolik lässt eine Kette von Denunziationen, willkürlichen Verhaftungen und Prozessen erwarten. Das Tragen eines roten Sterns (Sowjetsterns) und das Singen der russischen Nationalhymne sollen mit Haftstrafen zwischen fünf und zehn Jahren geahndet werden.“</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Danke für das Gespräch</p>
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		<title>Helmut Scholz begründet die Ablehnung der EU- Finanzierung für die Ukraine</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Mar 2015 08:40:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Michael Reimann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Die LINKE]]></category>
		<category><![CDATA[25.03.2015 hat Helmut Scholz die Ablehnung der Makrofinanzhilfe für die Ukraine]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Plenardebatte am 25.03.2015 hat Helmut Scholz die Ablehnung der Makrofinanzhilfe für die Ukraine durch die Linksfraktion begründet. Er sagte : &#8220;Unsere Fraktion wird gegen die Makrofinanzhilfe stimmen. Um (&#8230;) <a href="http://m-reimann.com/?p=2399">Weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="color: #333333;">In der Plenardebatte am 25.03.2015 hat Helmut Scholz die Ablehnung der Makrofinanzhilfe für die Ukraine durch die Linksfraktion begründet. Er sagte :</p>
<p style="color: #333333;">&#8220;Unsere Fraktion wird gegen die Makrofinanzhilfe stimmen.<br />
Um es gleich klarzustellen: auch unsere Fraktion will, dass die Ukraine ein souveränes und territorial ungeteiltes Land ist. Auch unsere Fraktion will, dass sich die Ukraine zu einem Land mit funktionierenden demokratischen Strukturen entwickelt aber auch zu einem Land, in dem Menschen sozial gesichert und politisch selbstbestimmt leben können, frei vom Einfluss der weiter ungehindert agierenden Oligarchien. <span id="more-2399"></span>Auch unsere Fraktion sieht, in welcher extrem schwierigen wirtschaftlichen Situation sich das Land und vor allem seine Leute befinden. Wir stimmen aber dagegen, weil wir glauben dass der mit der Makrofinanzhilfe verknüpfte wirtschaftspolitische Kurs bereits in der EU gescheitert ist. Stichwort: Griechenland. Wir stimmen dagegen, weil wir nicht akzeptieren, dass sich unser Parlament organisiert einer Debatte entzieht, wie man mit der erkennbaren Zahlungsunfähigkeit der Ukraine umgehen will. Wir stimmen aber auch dagegen, weil wir glauben, dass die ukrainische Regierung eine klare Botschaft dieses Parlaments braucht: so wie Moskau hat auch Kiew alles zu unterlassen, was den Kern von Minsk 2 unterminiert: es kann und darf keine militärische Lösung im Donbass geben. Vielleicht ist der gestern erzwungene Rücktritt eines eingesetzten Oligarchen durch einen gewählten Oligarchen ein erster Schritt in diese Richtung, allein mir fehlt der Glaube.</p>
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